In Zeiten von Corona: Solidarisch sein!


Liebe Hemsbacherinnen und Hemsbacher. Die ganze Welt ächzt unter der Corona-Krise und den Auswirkungen der Virus-Krankheit. Die auferlegten Maßnahmen, um eine zu schnelle Ausbreitung des Virus zu verhindern, sind auch hierzulande hart und einschneidend.

Gerade mit Blick auf das bevorstehende Osterfest, das für viele Menschen ein Fest der Familie und des Zusammenkommens ist, möchte ich schon jetzt an Sie appellieren, weiterhin den Vorgaben der Behörden Folge zu leisten und soziale Kontakte zu meiden. Wir müssen solidarisch sein, an andere denken, vor allem an die Schwächeren und Kranken in unserer Gesellschaft.

Zuhause bleiben fällt schwer

Sich an die strikten Kontaktverbote zu halten ist die einzige Möglichkeit, um die Ausbreitung des Virus zu verzögern. Die meisten von Ihnen tun dies und zeigen damit großes Verantwortungsbewusstsein. Rücksichtslosigkeit muss man denen attestieren, die dennoch meinen, eine Geburtstagsparty feiern zu müssen, aber auch denen, die dies dulden.  

Zu Hause bleiben ist weiterhin angesagt, auch wenn es uns schwerfällt. Aber nur, wenn wir zu Hause bleiben, können wir einen weiteren Anstieg der Opferzahlen vermeiden und Leben retten! Die furchtbaren Bilder und Zahlen aus anderen, auch europäischen Ländern sollten uns Warnung sein.

Solidarität ist gerade jetzt gefragt

Solidarität ist nur in diesen Tagen gefragt, sondern auch darüber hinaus. Wir alle sind von dieser Situation betroffen. Und wir alle müssen verantwortungsvoll mit dieser Situation umgehen. In Gesprächen habe ich wahrgenommen, dass viele mittlerweile unter Existenzängsten leiden und nicht wissen, wie es nach Corona weitergehen soll. Wir als Gesellschaft müssen diese Menschen auffangen, ihnen Perspektiven geben und sie jetzt schon unterstützen. Das gilt unter anderem für die Bereiche Gastronomie und landwirtschaftlichen Betriebe, aber genauso für alle, die uns bisher mit ihrem Gewerbe unser Leben erleichtert haben, die mit ihrem Angebot unsere Stadt attraktiv gemacht haben. Wenn wir all das auch nach Corona noch haben wollen, gilt es diese Menschen und ihre Geschäfte schon heute unterstützen, beispielsweise, indem man den Liefer- oder Abholservice nutzt, Gutscheine kauft oder seine Arbeitskraft als Erntehelfer zur Verfügung stellt – um nur drei Möglichkeiten zu nennen.

Aber auch und erst recht gilt der Aufruf zu Solidarität und Hilfsbereitschaft für die Zukunft. Die Zeit nach Corona wird kommen. Und ich hoffe, dass wir uns weiterhin gegenseitig helfen, dass wir das Miteinander stärken und dass wir als Gemeinwesen weiter wachsen werden.  Und ich wünsche mir, dass die Personen, die heute eine große Wertschätzung erfahren, diese auch nach der Krise erhalten. Und dabei darf es nicht bleiben, denn auch mit der größten Wertschätzung habe ich am Ende des Monats nicht mehr Geld im Geldbeutel. Hier ist dann, wie bei so vielem, Politik und Wirtschaft gefordert!

Wir werden dies Krise überstehen, wir werden aus dieser Krise lernen, das muss unser aller Anspruch sein. Ob wir gar gestärkt aus dieser Krise hervorgehen, liegt an jedem einzelnen von uns.

Bleiben Sie gesund! Bleiben Sie zu Hause!